Kirchenmusik

Ökumenischer Gottesdienst zum Abschluss des 35. Pueri-Cantores-Festivals

Heute morgen genoss ein kleiner Teil der Gruppe zum letzten Mal das gute Frühstücksbuffet, fuhr zum letzten Mal mit der Bahn von Ulriksdal ab und nahm bei jedem Schritt ein bisschen mehr Abschied von Stockholm. Aber eines sollten wir alle noch gemeinsam erleben: den Abschluss des 35. Pueri-Cantores-Festivals in Form eines ökumenischen Gottesdienstes unter der Leitung von Kardinal Walter Kasper aus Rom.

35. Pueri-Cantores-Festival Abschlussgottesdienst

So füllten die 4.000 Sängerinnen und Sänger das „Solliden Stadion“, wie sie es schon zur Eröffnung am Mittwoch Abend getan hatten, nur diesmal bei deutlich besserem Wetter. So recht als ökumenisch war die Veranstaltung nicht erkennbar, denn es fehlte jeder Vertreter der protestantischen Kirche Schwedens. Die Fahne hochgehalten wurde aber immerhin von einem protestantischen Pfarrer, der die Menge mit einem Lied aufzumischen verstand, das er selbst auf der Gitarre darbot. Ein durchaus interessanter Bestandteil des großen Abschlussgottesdienstes, der sonst aus reichlich Chormusik bestand. Für die Kinder fiel zum Glück nicht so sehr ins Gewicht, dass die Veranstaltungen insgesamt etwas lieblos vorbereitet waren. Es überwog die Faszination, eine Stimme inmitten von viertausend anderen zu sein und diese Erfahrung werden sie hoffentlich in die Sommerferien und darüber hinaus mitnehmen. Ein Ansporn war es allemal, genau so gut werden zu wollen, wie gleichaltrige Domchöre, die natürlich viel viel mehr proben als die Bensheimer bislang.

35. Pueri-Cantores-Festival Abschlussgottesdienst

Stockholm begeisterte – ob seiner vortrefflichen Lage am Wasser, seiner schönen Altstadt und der offenen, gastfreundlichen Bevölkerung. Für 31 Kinder geht die Erkundung von Schwedens Hauptstadt noch weiter – sie dürfen bis morgen bleiben. Aber wir sechs Heimkehrer sind müde und zufrieden gelandet und sagen „Hello again!“

Vielleicht erkennt man die Schwedenfahrer in Bensheims Straßen in der nächsten Zeit daran, dass sie die Lieder des Pueri-Congresses vor sich hinsingen, wie sie es schon in Stockholm bei jeder Gelegenheit und an diversen Orten getan haben, und so die Botschaft des Friedens, die in diesen Tagen von Stockholm ausging, an die Bergstraße tragen.

1 Kommentare

  1. Pia und Hans-Jürgen Ritzert sagt

    Ein ganz dickes Dankeschön an alle, die unseren Kindern dieses tolle Erlebnis ermöglichten und uns Daheimgebliebene so herrlich auf dem Laufenden hielten!!!

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