Gemeindeleben

Albertus-Kita beteiligt sich an Lichteraktion auf dem Bensheimer Marktplatz

Das ließ sich die Albertus-Kindertagesstätte nicht zweimal sagen: Sich an der Lichteraktion am 13. November (Freitag) auf dem Bensheimer Marktplatz aktiv zu beteiligen und damit ein sichtbares Zeichen zu setzen für solidarisches Handeln mit armen Kindern und ihren Familien. Zumal gerade im November mit dem Martinsfest in der Kindertagesstätte „An andere denken und teilen“ ein wichtiges Thema für die Kinder und Erzieherinnen ist.

Albertus-Kita Lichteraktion

Nachdem es dunkel geworden war in Bensheim, sollte mit dem beeindruckenden Kerzenmeer die verdeckte Armut im Wortsinn ans Licht gebracht werden. Zu der Aktion aufgerufen hatte die Caritas unter dem Motto „Eine Million Sterne – damit Kinder leben“. Die Schirmherrschaft hatte der Mainzer Bischof Kardinal Karl Lehmann übernommen. Anlass für die Aktion war das 1000-jährige Jubiläum des Mainzer Doms in diesem Jahr. An einer Veranstaltung, bei der die Kinder den Mainzer Dom kennen lernten, nahm die Kindertagesstätte bereits im September teil.

Albertus-Kita Lichteraktion 2Insbesondere sollte mit der Initiative auf die Kinderarmut in Deutschland und Brasilien aufmerksam gemacht werden. Doch die Armut ist gar nicht weit weg. Etwa 1100 Kinder leben in Bensheim in Familien, die auf Arbeitslosengeld II oder Sozialhilfe angewiesen sind. Kinder aus Hartz-IV-Familien sind oftmals benachteiligt und werden ausgegrenzt. Dies geht oftmals mit schlechteren Bildungschancen einher. Armut bedeutet nicht nur materielle Not. Die Kinder haben oftmals nicht die Möglichkeit an Sportaktivitäten, Musikunterricht oder Ausflügen mit den Mitschülern teilzunehmen.

Die Lichteraktion in Bensheim wurde vom Kinderchor der Pfarrei St. Georg musikalisch gestaltet. Während des Gesangs entzündeten die Kinder der Albertus-Kindertagesstätte die letzten Kerzen auf dem Marktplatz.

Um die Armut von Kindern und Familien zu lindern und ein Zeichen zu setzen, genügten gerade mal drei Euro. Ein Streichholzbriefchen in Postkartengröße war als Symbol für die gelebte Solidarität zu verstehen.