Gemeindeleben

Schwester Leeza Paiyapalli war „Missio“-Gast in Bensheim

Kampagne des kirchlichen Hilfswerks unter dem Leitwort „Geh und handle genauso“

Die indische Ordensfrau Leeza Paiyapalli war am Sonntag dem 10. Oktober, in Bensheim zu Gast, um bei der diözesanweiten Eröffnung der diesjährigen Missio-Kampagne bei uns in Sankt Georg von ihrer Arbeit zu berichten. Anlass ist der so genannte „Monat der Weltmission“, bei dem das Internationale Katholische Hilfswerk „Missio“ jährlich im Oktober das Engagement von Frauen und Männern in der Weltkirche in den Blick nimmt. Zu Ehren des 100. Geburtstages von Mutter Teresa (26. August 1910) aus Kalkutta wird im diesjährigen „Monat der Weltmission“ das vielfältige Engagement indischer Ordensfrauen vorgestellt.

Schwester Leeza Paiyapalli

Der Mainzer Weihbischof Dr. Ulrich Neymeyr kam nach Bensheim, um mit uns die Eucharistiefeier um 10.30 Uhr begehen. Eine indische Gruppe aus Frankfurt, die aus Vermittlung von Pater Jacob zu uns kam umrahmte den Gottesdienst mit Gesang und Tanz. Im Anschluss an den missio-Gottesdienst stellte Sr. Leeza im Pfarrzentrum ihre Arbeit vor. Zunächst aber konnte sie, ihre indischen Landsleute und die Gottesdienstbesucher ein buntes und reichhaltiges Buffet, vorbereitet vom Eine-Welt-Kreis und einigen weiteren Gemeindemitgliedern, genießen.

Die 31-jährige Franziskanerin Leeza Paiyapalli setzt sich für Mädchen und Frauen ein, die die Armut auf dem Land in die Stadt getrieben hat. Jeden Tag sucht Schwester Leeza Frauen an ihren Arbeitsplätzen auf, organisiert Schulunterricht für deren Kinder und macht ihnen Mut in ihrem Alltag. In der Stadt Lucknow im indischen Bundeststaat Uttar Pradesh ist das Nav Jagruti-Haus der Franziskanerinnen eine wichtige Anlaufstelle. In ihm können sich die Frauen beraten lassen und Zuflucht finden. „Unabhängig von Kaste, Religion oder Geschlecht – vor Gott sind alle Menschen gleich“, lautet die Botschaft der Schwestern.

Unter dem Leitwort „Geh und handle genauso“ (Lk 10,37) hat „Missio“ bundesweit die diesjährige Aktion zum „Monat der Weltmission“ am 3. Oktober in Essen eröffnet. Seit 1972 stellen jedes Jahr Vertreter des jeweiligen Beispiellandes ihre von „Missio“ unterstütze Arbeit in den deutschen Diözesen vor. In diesem Jahr steht Indien im Blickpunkt. Der „Monat der Weltmission“ endet mit den Abschlussfeierlichkeiten von Mittwoch, 20., bis Sonntag, 24. Oktober, in Regensburg. Alle am Sonntag der Weltmission (24.10.) gesammelten Kollekten in den deutschen Gottesdiensten werden für die Arbeit von „Missio“ genutzt. Im vergangenen Jahr kamen im Bistum Mainz Spenden in Höhe von rund 814.000 Euro für „Missio“ zusammen. „Missio“ ist im Bistum Mainz mit über 9.000 Mitgliedern vertreten.