Gemeindeleben

Bensheimer treffen Wulff in Bethlehem

Pilgerreise: Kurzes Gespräch mit dem Bundespräsidenten.

„Guten Morgen, Herr Bundespräsident!“: Aus 20 Bensheimer Kehlen wird Christian Wulff fröhlich begrüßt. Das Staatsoberhaupt besuchte auf seiner Israel-Reise gestern Bethlehem. Dort sprach er mit Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas und besichtigte die berühmte Geburtskirche.

Beim Verlassen des Gotteshauses trifft er auf ein besonderes Empfangskomitee. An den Absperrungen stehen 20 Bensheimer Gläubige, die mit Dekan Thomas Groß (Bild) seit Sonntag auf Pilgerreise im Heiligen Land sind. Sie wissen, dass der Bundespräsident vor Ort ist und wollen ihn in der Fremde willkommen heißen.

Durch die abgesperrte Altstadt, vorbei an Polizeikontrollen, kommen sie schließlich in Rufreichweite. Als Wulff das Gebäude verlässt, legen sie auf Kommando los. Der Politiker stutzt, wird auf die Gruppe aufmerksam und geht auf sie zu. „Sie sind ja besser als mein Wachbataillon“, ruft er ihnen zu.

Pfarrer Groß erklärt, dass sie aus Bensheim kommen und auf ihn gewartet haben. „Bensheim hat einen schönen Marktplatz“, weiß der Niedersachse zu berichten. Woher er diese Information hat, ist nicht überliefert. Groß gibt ihm noch mit auf den Weg, dass der Marktplatz für den Hessentag 2014 in Schuss gebracht wird. Die Pilger freuen sich, dass sich der volksnahe Bundespräsident Zeit nimmt. Nach einem kurzen Plausch zieht Wulff weiter.

Begrüßung einstudiert

 „Wir haben die Ansprache einstudiert und losgelegt. Das hat ihn angelockt“, erzählt Thomas Groß wenige Minuten nach dem Coup. Per Handy übermittelt er diese frohe Botschaft in die Heimat, schildert die Eindrücke der kurzen Begegnung zwischen Bensheimern und dem Bundespräsidenten.

Bis Sonntag halten sich die Bensheimer noch in Israel und den Palästinenser-Gebieten auf.

Quelle: Bergsträßer Anzeiger
, Dirk Rosenberger,  01. Dezember 2010