Gemeindeleben

Eine zweite Erde gibt es nicht

Kinder der Albertus-Kita beten an Klagemauer in St. Georg für die Menschen in Japan.

Bensheim. Ihr Mitgefühl für die Opfer und Leidtragenden der Tsunami-, Erdbeben- und Atomkatastrophe in Japan bekundeten die Hortkinder der St. Albertus-Kindertagesstätte an der in der Stadtkirche St. Georg errichteten Klagemauer.

Albertus Kita an der Klagemauer

Gemeinsam mit Pfarrer Heinz Förg wurde über die Katastrophe in Japan gesprochen. Dabei wurde die Betroffenheit über deren Schicksal zum Ausdruck gebracht, aber auch die Ohnmacht, dass der Mensch solchen Naturgewalten machtlos ausgeliefert ist und hilflos zusehen muss.

Natürlich wurde auch thematisiert, was eine Klagemauer ist. So erlebten Kinder und Erzieherinnen diese als den geeigneten Ort um sich bewusst zu machen, was im Leben wirklich wichtig ist. Materielle Dinge sind es nicht, sondern die Güter, die es zu bewahren und zu beschützen gilt.Die Katastrophe von Fukushima hat auf schreckliche Weise vor Augen geführt, wie kostbar die Erde ist. Eine zweite gibt es nicht. Mit diesem anvertrauten Gut gilt es respektvoll und verantwortlich umzugehen. Ohne ein Innehalten und ein Umdenken in der Gesellschaft und eines jeden Einzelnen wird dies nicht gelingen. Es gilt nachhaltig mit Blick auf die nächsten Generationen zu handeln. Eine Binsenweisheit ist, dass die Kinder von heute die Erwachsenen von morgen sind.

Im Gebet baten die Kinder Gott darum den Menschen den richtigen Weg zu zeigen. Den Not leidenden Menschen in Japan in diesen schweren Zeiten beizustehen und dass sie die Notwendige Hilfe und Unterstützung erfahren.

Die niedergeschriebenen und in die Ritzen und Spalten der Klagemauer eingebrachten Gebetskärtchen werden im Osterfeuer verbrannt.Bis Ostern ist es möglich, die Klagemauer in St. Georg als Ort der Andacht und des Gebets zu nutzen – in Anlehnung an die Klagemauer in Jerusalem, die zu den heiligsten Stätten des Judentums gehört.

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