Gemeindeleben

Kanu, Kick und Kloster – Jugendliche erleben abwechslungsreiche Tage in Frankreich

Diesmal sollte es bei der Jugendfreizeit besonders abenteuerlich und bunt zugehen. Da wollte auch das Wetter nicht nachstehen und zeigte sich stets voller Überraschungen. Schon bei der ersten Zwischenstation in Cluny mit Besuch der Lichterfeier-Abendandacht in Taizé sparte Petrus nicht mit Flüssigkonfetti, um die Teilnehmer von Kanu Kick und Kloster auf Trab zu halten.

Schon hier zeigte sich, dass das gar kein Problem ist, wenn man als Gruppe zusammenhält und sich gegenseitig z.B. beim Zelte-Abbauen hilft. So ging es nach dem Zwischenstop mit unvermindert guter Laune weiter ins Perigord, wo die Gruppe auf einem tollen Platz erneut ihr Camp errichtete. Gleich war alles trocken und das feuchte Intermezzo vergessen. Bei abendlichen Restaurantbesuch konnten die Jugendlichen zusammen mit ihren drei Betreuern schon am ersten Abend Spezialitäten der Region kosten.

Die drei Tage auf der Vezere waren wie immer für die sportlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Freizeit voller Spaß und feuchten Erlebnissen. Da der Fluss eher von gemütlicher Natur war, musste man sich schon was einfallen lassen, um ins Wasser zu fallen. Die fröhliche Kreativität um das Kentern, nicht zuletzt der Betreuerboote, in die Wege zu leiten, kannte keine Grenzen, so dass kein Auge und kein Badeanzug trocken blieb.

Bei den Abendlichen Lagerfeuern gab es außer traditionellen Zeltlagerliedern auch jeden Abend ein Kapitel aus „Oskar und die Dame in Rosa“. Vorgelesen von Pfarrer Groß, der die Geschichte von Oskar, einem schwer kranken 10 Jährigen Jungen, erzählte, der an seinem Lebensende jeden Tag 10 Jahre durchlebt.

Schade, dass die Zeit an der Vezere so schnell vorbei ging, jedoch stand ja noch ein weiteres Highlight bevor, die Tage in Simiane auf dem Gelände des Benediktinerklosters St. Lioba. Auch hier konnten sich die Jugendlichen auf einem großzügigen Gelände frei bewegen, was die meisten für verschiedene Ballsportarten, Verstecken oder Räuber und Gendarm-Spiele nutzten. Auch hier kamen die Betreuer nicht ungeschoren davon und brachten sich beim Volleyball und als versierte Räuber ein. Ein interessanter Aspekt war für die Gruppe, wie in jedem Jahr, zum einen die Begegnung mit Ordensleuten, die sehr interessant und ehrlich aus ihrem Leben und von ihrem Glauben berichteten, aber auch die Teilnahme am besinnlichen französischen Gottesdienst des Ordens.

Die Nachmittage verbrachte der unternehmungslustige Trupp entweder am Strand oder in der Innenstadt von Marseille, das sich gerade darauf vorbereitet im nächsten Jahr Kulturhauptstadt Europas zu werden. Bei all dem ist es nicht verwunderlich, dass etwas Wehmut aufkam, als die schönen Urlaubstage in der Provence zu Ende gingen.

Zum Abschluss wurde es aber nochmal ganz und gar abenteuerlich, als das Camp zum Zwischenstopp auf der Heimfahrt in der Wildnis des Flüsschens Ain aufgeschlagen wurde. Wie im Dschungel ohne WC oder Elektrizität durften hier alle nochmal unter freiem Himmel die Nacht verbringen und nach einem Grillabend am Lagerfeuer in die Sterne schauen und vielleicht die viel zu schnell vergangenen Tage Revue passieren lassen. Dann ging es am nächsten Tag nämlich wirklich nach Hause, wo die glücklichen aber auch teilweise erschöpften Jugendlichen wieder ihren Eltern übergeben wurden.