Gemeindeleben

Ausflug der Frauen am 6. und 7. August 2012

Am 6.August trafen sich 41 Frauen aus der Pfarrei St.Georg und Pfarreienverbund am Bensheimer Bahnhof, um ihren alljährlichen Ausflug zu unternehmen. Da u.a. eine Marienwallfahrt nach Banneux in Belgien geplant war, waren wir in diesem Jahr zwei Tage unterwegs. Über die Autobahn ging es zunächst in Richtung Aachen. Unterwegs hatten die Organisatorinnen überraschend ein Frühstück mit Weck, Worscht und Woi eingeplant, was die ohnehin schon gute Stimmung nochmal anhob.

Ausflug der Frauen

In Aachen besuchten wir dann den prächtigen Kaiserdom, den Karl der Große im 8.Jh. errichten ließ. Anschließend war noch etwas Zeit für einen kleinen Stadtrundgang durch die schöne Altstadt. Weiter ging die Fahrt durch das Dreiländereck, das Hohe Venn und Eifel und das Reisfladenland nach Tancremont/Belgien. Dort besuchten wir eine kleine Kapelle in der sich ein bemerkenswertes altes Holzkreuz befindet, das in der ganzen Gegend als „Vieux Bon Dieu“ bekannt ist.

Seit vielen Jahrzehnten pilgert man zu diesem Kreuz, um die Barmherzigkeit des Herrn anzuflehen. Bevor wir nun nach Banneux weiterfuhren, konnten wir noch den berühmten Reisfladenkuchen verköstigen.

In Banneux übernachteten wir in einem 1881 erbauten Schloss, das zu einer Wallfahrerherberge mit einfachen, netten Zimmern umgebaut wurde. An der Wallfahrtsstätte nahmen wir zunächst an einer Andacht mit Krankensegnung teil. Die Gesänge und Gebete in drei Sprachen, -flämisch, französisch und deutsch-, waren sehr beeindruckend. In der Dämmerung gingen wir einen, in einem Fichtenwald gelegenen, mit kleinen bunten Glasfenstern beleuchteten Kreuzweg. Die dazu vorbereiteten Texte waren sehr anregend und aussagekräftig.

Banneux ist der größte Wallfahrtsort in Belgien. Er liegt auf einer kargen Hochebene in den belgischen Ardennen. Hier wurde Mariette Beco am 25.3.1921 geboren, von der berichtet wird, daß sie am 15.1.1933 eine erste Marienerscheinung hatte. Es mag die Schlichtheit der Botschaft von Banneux sein, die bis heute die Menschen anzieht: „Jungfrau der Armen“, „Mutter aller Nationen“ will sie genannt sein. Ihre Botschaft ist ganz die Botschaft Jesu: für alle Völker, um das Leid zu lindern. Ihr Wunsch nach einer kleinen Kapelle, ihre Bitte um viel Gebet, die Gabe einer Quelle, sind in ihrer Einfachheit und Eindrücklichkeit anziehend.

Bis heute bemüht sich der Wallffahrtsort diese Bescheidenheit zu bewahren. Schon früh zog es auch deutsche Pilger nach Banneux, die dort nach dem 2.Weltkrieg, als Zeichen der Versöhnung, eine „Michaelskapelle“ errichten ließen. Nach dem Besuch eines deutschsprachigen Gottesdienstes am Dienstagmorgen und einem guten, belgischen Mittagessen, traten wir unsere Heimreise an.

In dem schön gelegenen Kloster Maria Laach machten wir eine längere Pause. Hier hatten wir Gelgenheit einen Film über das Klosterleben anzusehen und die umfangreiche Anlage zu besichtigen, bevor wir nach Hause fuhren. Wir Frauen haben viele gute Eindrücke mitgenommen und werden noch lange an diese beiden ereignisreichen Tage zurückdenken.