Thomas Groß: Erinnerungen

Pfarrgemeinderat richtet den Blick nach vorne

Wie geht es nach dem Tod von Pfarrer Groß weiter?

Ganz im Zeichen des Todes von Pfarrer Thomas Groß stand die jüngste Sitzung des Pfarrgemeinderats (PGR) von St. Georg. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Franz Schlink schilderte die Ereignisse der vergangenen Wochen und berichtete von vielen Gesprächen, die er mit Gemeindemitgliedern geführt hat. Andere PGR-Mitglieder erzählten von ihrer letzten Begegnung mit Thomas Groß, einige hatten noch wenige Stunden vor dem überraschenden Tod des Dekans gemeinsame Termine mit ihm absolviert.

Doch allen Mitgliedern des Pfarrgemeinderats ist klar, dass der Blick auch wieder nach vorne gerichtet werden muss. Vor allem soll der gemeinsam mit Pfarrer Groß eingeschlagene Weg weitergegangen werden. „Wir wollen Thomas Groß nicht kopieren, denn das kann nur schief gehen. Wir wollen aber unsere Arbeit in seinem Sinne fortführen“, sagte die stellvertretende Vorsitzende Angela Schmidt. „Allen ist klar, dass mit dem Tod von Thomas Groß der Motor der Gemeinde fehlt“, sagte Franz Schlink.

Wie die Gemeindemitglieder und andere Bensheimer beschäftigt sich auch der PGR mit der Frage: Wie geht es weiter? Durch Pfarrer Harald Poggel, der von Kardinal Karl Lehmann zum Pfarradministrator ernannt wurde, ist die Pfarrei uneingeschränkt handlungsfähig. Dank aktiver Priester und auch Pfarrern im Ruhestand, die in Bensheim und Umgebung wohnen, können Gottesdienste, Taufen und Beerdigungen durch Geistliche gehalten werden. „Das kann aber kein Dauerzustand bleiben“, weiß Pfarrer Harald Poggel, „es kann nur eine Übergangslösung sein.“

Die Verantwortlichen im Mainzer Bischöflichen Ordinariat sind diejenigen, die die personellen und organisatorischen Weichen für die Zukunft stellen werden. Bis wann Entscheidungen getroffen werden, ist dem Pfarrgemeinderat nicht bekannt. In jedem Fall will der PGR die nächsten Schritte begleiten und in der kommenden Sitzung darüber beraten.

Einen großen Dank sprach Franz Schlink den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Pfarrbüro und den vielen stillen Helfern im Hintergrund aus, die in einer außergewöhnlichen Situation und trotz großer persönlicher Trauer nicht nur eine würdige Beerdigung, sondern auch etliche organisatorische Arbeiten in die Hände genommen haben. Der Pfarrgemeinderatsvorsitzende dankte außerdem den vielen eigenständigen Gruppen und Gemeinschaften in St. Georg, die ihre Arbeit fortführen und das Pfarreileben weiterhin tragen.