Pfarrei

Weihbischof Ulrich Neymeyr zum Bischof von Erfurt ernannt

Papst Franziskus hat den Mainzer Weihbischof Dr. Ulrich Neymeyr (57) zum neuen Bischof von Erfurt ernannt. Er wird Nachfolger von Bischof Dr. Joachim Wanke, der vor zwei Jahren in den Ruhestand getreten ist. Seine Amtseinführung findet am Samstag, 22. November, statt. Wir werden ihn am Sonntag, 16. November 2014, um 15 Uhr mit einer Vesper im Dom verabschieden.

Ulrich Neymeyr

Weihbischof Dr. Ulrich Neymeyr (Foto: Bistum Mainz, Werner Feldmann)

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, gratulierte Weihbischof Neymeyr zu seiner Berufung: „Es ist eine gute Entscheidung, dass die lange Vakanz auf dem Bischöflichen Stuhl von Erfurt nun ein Ende hat. Mit Dir hat das Domkapitel eine Persönlichkeit gewählt, die den Menschen nahe ist und vielfältige seelsorgliche Erfahrungen mitbringt“, schreibt Kardinal Marx in seinem Gratulationsbrief. Wer Weihbischof Neymeyr kenne, wisse, wie gewinnend er auf die Gläubigen zugehe. In die neue Aufgabe bringe er seine elfjährige Erfahrung als Weihbischof im Bistum Mainz mit. „Die Deutsche Bischofskonferenz ist Dir für Dein engagiertes Mitwirken dankbar, insbesondere für Deine Arbeit in der Publizistischen Kommission und als stellvertretender Vorsitzender der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz. Vielen Jugendlichen konntest Du noch vor wenigen Wochen bei der Ministrantenwallfahrt in Rom begegnen. Gerade die jungen Teilnehmer aus dem Bistum Erfurt hatten ja keine Gelegenheit ausgelassen, für einen neuen Bischof in ihrem Bistum zu werben“, schreibt Kardinal Marx.

Der Bischofssitz von Erfurt habe eine besondere Bedeutung für die Geschichte Deutschlands, so Kardinal Marx, und für die Ökumene. Das sei besonders deutlich durch den Besuch von Papst Benedikt XVI. 2011 in Erfurt gewesen, wo er zunächst im Dom betete und sich dann mit Vertretern der Ökumene getroffen habe. Kardinal Marx fügt in seiner Gratulation hinzu: „Ich wünsche Dir für Deine Aufgabe in Erfurt Gottes reichen Segen und gute Wegbegleiter. Dein bischöfliches Leitwort ist dabei sicherlich eine gute Maxime: ‚Christus hat uns angenommen!‘ Verkündige den Gläubigen Deines neuen Bistums diesen Christus und hilf Ihnen, sich in Christus zu bergen, bei allen Schwierigkeiten des Lebens.“

„Es wird ein schmerzlicher Abschied sein, wenn Ulrich Neymeyr uns verlässt.“, schreibt Kardinal Lehmann. „Heute schon sage ich ihm ein herzliches Vergelt´s Gott für die eindrucksvolle Tätigkeit als Priester und Subregens, Pfarrer und Weihbischof. Des einen Leid, ist des anderen Freude. Ich bin froh, dass das Bistum Erfurt nach so langer Zeit wieder einen ohne Frage tüchtigen Bischof bekommt, der sehr gut in die pastorale Tradition, vor allem der Bischöfe Hugo Aufderbeck und Joachim Wanke, passt und sie selbstständig in der heutigen Zeit fortsetzen kann. Da es zwischen Mainz und Erfurt eine jahrhundertelange enge Zusammenarbeit gibt, die sich besonders auch in der kommunistischen Zeit bis in die Gegenwart bewährte, wird dies auch künftig ein gutes Fundament für eine noch intensivere Nähe zwischen uns sein. Ich werde am 16. November das Wirken von Dr. Ulrich Neymeyr bei uns würdigen. Die Städte Mainz und Erfurt haben auch eine Städtepartnerschaft.“

Weihbischof Dr. Ulrich Neymeyr wurde 1957 in Worms geboren. Nach dem Theologiestudium in Mainz empfing er 1982 die Priesterweihe. Auf weiteren Stationen seines Lebensweges war er Subregens im Mainzer Priesterseminar und Pfarrer in Rüsselsheim und Worms. Papst Johannes Paul II. ernannte ihn 2003 zum Weihbischof im Bistum Mainz. Als Bischofsvikar war er dort insbesondere für die Jugendseelsorge zuständig.

Foto: Bistum Mainz/Werner Feldmann