Gemeindeleben

Ein Stadtrundgang der besonderen Art

Einen Stadtrundgang der besonderen Art erlebten unsere Firmlinge am Sonntag in Frankfurt. Eigentlich ging die Fahrt zum Jugendgottesdienst nach Jona. Das ist eine Kirche in Frankfurt, die sich ausschließlich Jugendprojekten wie Workshops, Seminare, Freizeiten und eben besonders gestalteten Jugendgottesdiensten widmet. Ein Besuch der Jugendkirche Jona ist Standard bei der Firmvorbereitung. Aber was man davor drei Stunden in Frankfurt treiben soll, war unseren Teilnehmern natürlich nicht ganz klar.

Firmlinge in Frankfurt - Stadtrundgang der besonderen Art

Dass dieses Jahr ein besonderes Mädchen, das auf einen Rollstuhl angewiesen ist, Teilnehmerin der Firmvorbereitung ist, inspirierte die Katecheten zu einer Reihe besonderer Experimente. „Bewaffnet“ mit einem Rollator, einem Rollstuhl und diversen Augenbinden und anderen Schikanen fuhr die fröhliche Truppe erstmal mit dem Zug nach Frankfurt und lernte, was in einer Bahnhofsmission eigentlich genau passiert. Dann durften alle Teilnehmer erleben, wie das ist im Rollstuhl zu sitzen, blind durch die Stadt geführt zu werden, oder eingeschränkt beweglich am Rollator zu gehen. Viele der Übungen machten den Jugendlichen richtig Spaß, ohne jedoch ihre Wirkung zu verfehlen. Diverse Hindernisse wurden durch gemeinschaftliches Zupacken überwunden und dennoch konkret erfahren.

Firmlinge in Frankfurt - Stadtrundgang der besonderen ArtVor dem Besuch des Jugendgottesdienstes werteten die Firmbewerber ihre Erfahrungen in Interviews aus und stellten einhellig fest, dass es ganz blöd, peinlich, sch… und traurig ist, auf andere angewiesen und so schrecklich hilflos zu sein. Aber sie machten auch die Erfahrung, sich auf ihre Helfer verlassen zu können, und wie schön es ist, wenn alles wieder normal ist.

Der bunte Jugendgottesdienst stand dann unter dem Motto „Leben mit Visionen“ und bot mit vielen unerwarteten Aktionen und interaktiven Angeboten Raum und Zeit, sich Gedanken darüber zu machen, was Gottes Auftrag für unser Leben ist und wie wir herausfinden können, was er von uns, bzw. für uns, will. So verging die Zeit im Flug, und die Tatsache, dass die Messe eineinhalb Stunden dauerte, fiel gar nicht auf. Nach einem „Endspurt“ zurück zum Bahnhof konnten alle Teenager am späten Abend glücklich, erschöpft und mit vielen neuen Eindrücken nach Hause zurückkehren.

Firmlinge in Frankfurt - Stadtrundgang der besonderen Art