Gemeindeleben

Sternsinger unterstützen Bildungsprojekt Inagro in Monterilla (mit Videobeitrag aus Monterilla)

Wie im vergangenen Jahr soll das Sammelergebnis der Sternsinger gezielt an das Bildungsprojekt Inagro in Monterilla (Kolumbien) gehen, das vom Kindermissionswerk unterstützt wird. Das Instituto agroindustrial, gegründet im Jahr 2000 durch die Stiftung FUNDESIA von Pfarrer Gersain Paz, will Kindern und Jugendlichen durch eine bessere Bildung die Chance geben, ein Leben zu führen, ohne Opfer des bewaffneten Konfliktes in Kolumbien zu werden.

Monterilla dankt Sankt Georg

Mit Hilfe des Sammelergebnisses der Sternsingeraktion 2015 wurde die Umsetzung eines lange gehegten Wunsches in Monterilla möglich: Die Musikerziehung konnte durch die Anschaffung von Instrumenten erheblich verbessert werden. Durch die Musikerziehung wird Intelligenz, logisches Denken, Kreativität und Leistungsfähigkeit der Schüler vom Land gesteigert, deren Bildungsniveau niedriger ist als in der Stadt. Das gemeinsame Musizieren führt außerdem zu einer Verbesserung der sozialen und kommunikativen Fähigkeiten, erhöht die seelische Belastbarkeit und schafft Selbstvertrauen und Selbstbewußtsein. Ein Instrument zu spielen, ist eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung, die Freude macht und hilft, Aggressionen von Kindern und Jugendlichen abzubauen, die in einem Umfeld von Gewalt leben müssen.

Das Musikprojekt in Monterilla, das übrigens den Namen unserer Pfarrei trägt, begeistert Kinder und Erwachsene gleichermaßen und weckt viele schlummernde Talente.

Im Laufe des Jahres hat sich nun ein sehr schwerwiegendes Problem aufgetan, bei dessen Lösung unsere Sternsinger und alle, die ihren Besuch empfangen, nachhaltig helfen können. Frau Dr. Kemmerer, die das Projekt schon seit seiner Anfangszeit unterstützt und begleitet, schreibt dazu: „Nach einem neuen Gesetz dürfen nun für Busse, die über 20 Jahre alt sind, keine Versicherungen mehr abgeschlossen werden. Die meisten Kinder unserer Schule kommen von auswärts und werden mit schuleigenen Bussen befördert. Diese werden zwar regelmäßig generalüberholt, sind aber schon sehr alt. Das betrifft leider drei unserer vier Fahrzeuge.“

K800_Schulbus 4

K800_Schulbus 23 Jahre alt

„Man muss befürchten, dass der älteste Bus bald aus dem Verkehr gezogen wird. Das würde bedeuten, dass viele Kinder die Schule nicht mehr besuchen könnten. Denn viele haben außer der Busfahrt noch einen Fußmarsch von oft mehr als einer Stunde zurückzulegen. Die weit entfernt wohnenden Schüler müssen zwischen drei und vier Uhr aufstehen, um rechtzeitig zur Schule zu kommen. Demnächst wird der Ganztagsunterricht eingeführt, die Schüler kommen erst zwischen 18 und 19 Uhr oder noch später nach Hause. Wenn ein Bus wegfällt, muss ein anderer doppelte Fahrten am Morgen und Abend machen, was zu erheblichen Verzögerungen auf dem Schulweg und auch im Unterricht führt. Wenn in dieser Notlage mithilfe Ihrer Sternsinger der Transport der auswärtigen Schüler durch den Kauf eines gebrauchten Buses, der noch nicht so alt ist, sichergestellt werden könnte, wäre das die rettende Lösung.“

Wie Sie sich für den Besuch der Sternsinger anmelden können, erfahren Sie hier.