Gemeindeleben

Frauen aus Bensheim und Umgebung „waren dann mal weg“

Wallfahrt Walldürn

Unter  dem Leitwort „Barmherzigkeit will ich, keine Opfer“ machten sich 25 Pilgerinnen und Pfarrer Catta auf den Weg nach Walldürn, dem baden-württembergischen Wallfahrtsort. Es ist eine langjährige Tradition, dass sich eine Frauengruppe  auf den Weg zum Heiligen Blut nach Walldürn macht. Zum zweiten Mal führt die Pfarrgemeinderatsvorsitzende von St. Georg in Bensheim, Angela Schmidt, diese Gruppe an.

Pfarrer Catta erteilte am Anfang einen Segen, dann startete die Gruppe an der Walburgiskapelle. Petrus zeigte sich an diesem Tag von seiner barmherzigen Seite und schenkte den Pilgerinnen perfektes Wanderwetter. 25 Kilometer und etliche Höhenmeter wurden an diesem Tage überwunden. Der Weg führte über  Walburgiskapelle, Lärmfeuer, Mossauer Höhe und Michelstadt schließlich nach Boxbrunn. Unterwegs gab es immer wieder Impulse, die das Wallfahrtsthema den Wallfahrerinnen näher brachten. Gemeinsam wurde gebetet, meditiert, gesungen oder man lief schweigend den Weg.

In Boxbrunn angekommen bereiteten sich die Frauen auf den Gottesdienst in der Dorfkapelle vor. Ehemalige Pilgerinnen kamen  aus Bensheim nur zu diesem Gottesdienst angereist, der für die Wallfahrerinnen schon immer ein Höhepunkt darstellt. Maximilian Gärtner und Friderike Martens begleiteten diese Gruppe und sorgten als Messdiener und musikalische Begleitung für einen feierlichen Rahmen.

Am zweiten Tag führte der Weg über den sogenannten Russenpfad nach Amorsbrunn. In Amorbach empfing Bürgermeister Schmitt mit einem Umtrunk und selbstgebackenen Kuchen die Gruppe. Die restlichen 10 Kilometer  über Schneeberg, Rippberg bis nach Walldürn legten die Wanderinnen bei starkem Dauerregen zurück.

Am Ortseingang wurde die Gruppe von einem Pfarrgemeinderatsmitglied aus Walldürn und sechs Messdienern feierlich mit Kreuz und Fahnen empfangen, um sie zum Wallfahrtssegen in die Basilika von Walldürn zu begleiten. Nach der Vorabendmesse, die von Lektorinnen und Kommunionhelferinnen der Pilgerschar mitgestaltet wurde, traten die Wallfahrerinnen nach insgesamt 51 Kilometer den Heimweg nach Bensheim an. Mehrere Frauen, die das erste Mal dabei waren, äußerten sich einvernehmlich: „Das war zwar meine erste, aber sicher nicht meine letzte Wallfahrt“. Ein Nachleseabend ist für November geplant.