Gemeindeleben

Ein Boot geht auf große Fahrt – Aktion „Leben retten!“ der Sternsinger mit Bensheimer Beteiligung

Bundesweit sind 20.000 Kinder und Jugendliche dem Aufruf der Sternsinger gefolgt und haben bei der Aktion „Leben retten!“ mitgemacht. Darunter auch die Teilnehmer der Sternsingeraktion der Gemeinde St. Georg in Bensheim und den Kitas St. Albertus und Liebfrauen, die sich mit insgesamt 10 Planken beteiligten. Mit der Aktion setzen Kinder mit einer eindeutigen Forderung ein Zeichen für Flüchtlinge: Wir wollen, dass keine Menschen auf der Flucht sterben!

Finale der Mitmach-Aktion „Leben retten!“ in Brüssel.

Finale der Mitmach-Aktion „Leben retten!“ in Brüssel. 35 Kinder und Jugendlichen brachten die Forderung ins EU-Parlament: „Wir wollen, dass keine Menschen auf der Flucht sterben!“. Stellvertretend nahm Alexander Graf Lambsdorff sie entgegegen. Foto: Stefan Rauh / Kindermissionswerk.

Die Kinder waren aufgefordert, Holzplanken zu bemalen und ans Kindermissionswerk zu schicken. Höhepunkt der Aktion: Die Übergabe der Forderungen im EU-Parlament am Weltflüchtlingstag 2016. Aus allen Planken sollte zu diesem Anlass vor dem EU-Parlament in Brüssel eine große Arche gebaut werden, mit der ein deutliches Zeichen gesetzt werden sollte.
Seit Juni 2015 sind so rund 4.000 Planken entstanden, auf die Kinder und Jugendliche ihre Wünsche und Hoffnungen für Flüchtlinge geschrieben oder gemalt haben. 3000 davon waren bereits beim diesjährigen Katholikentag in Leipzig zu sehen.

Erzbischof und Flüchtlingsbeauftragter der Deutschen Bischofskonferenz, Dr. Stefan Heße zeigte sich vom Ergebnis der Aktion sehr beeindruckt. „Besonders gefallen hat mir die Planke, auf der stand: Wir lachen alle in derselben Sprache“, erzählte er später. „Dass sich 15.000 Kinder und Jugendlich so intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt haben, ist einfach nur toll!“

Die Übergabe der Forderungen im EU-Parlament erfolgte durch 35 Jungen und Mädchen, die nach Brüssel gereist waren, um im Namen von 20.000 Kindern und Jugendlichen die Botschaften der Aktion „Leben retten!“ ins Europaparlament zu tragen. Mit im Gepäck hatten sie eine kleine Menge von Planken, mit denen ein Boot dargestellt wurde. Empfangen wurden sie vom stellvertretenden Parlamentspräsidenten, Alexander Graf Lambsdorff, und seinen Mitabgeordneten Arne Lietz (SPD) und Sabine Verheyen (CDU).

In der Tat waren die Abgeordneten des Parlaments ganz begeistert von der Aktion. „Ich finde es ganz toll, wie ihr euch engagiert habt“, wandte sich Graf Lambsdorff an die Kinder und Jugendlichen. „Es muss viel mehr Menschen geben, die eurem Beispiel folgen. Ich jedenfalls zolle euch ganz großen Respekt. Ihr seid uns ein Ansporn für unsere Arbeit im Europäischen Parlament.“

Der in Brüssel geplante Bau der Arche konnte aus Sicherheitsgründen von den belgischen Behörden leider nicht genehmigt werden. Stattdessen geht nun das aus 4000 Planken gebaute „Leben retten!“-Boot (22 Meter lang und sechs Meter breit) auf Deutschlandtour. Denn die ganze Republik soll die Botschaften der Kinder und Jugendlichen sehen!
Ein Video zum Aufbau des Bootes, die Stationen, an denen das Boot zu sehen sein wird, sowie jede einzelne Planke können auf der Website des Kindermissionswerkes angesehen werden.