Kirchenmusik

Selten aufgeführtes Werk von Max Reger

Anlässlich des 100. Todestages von Max Reger steht beim Kammerchor St. Georg eines seiner selten gespielten, aber klanglich einzigartigen Werke auf dem Programm: Der Einsiedler. Max Reger komponierte auf das Gedicht von Joseph von Eichendorff ein ca. 15minütiges Chor- und Orchesterwerk, das alle Beteiligten an ihre Grenzen bringt. Der Chor singt durchweg achtstimmig, das Orchester wird ungewöhnlich differenziert eingesetzt: Nur selten findet man zum Beispiel „vierfach geteilt Bratschen“, d.h. dass jede der vier Bratschen eine eigene, separate Stimme spielt. Das führt zu einem ungewöhnlich breit aufgefächerten Orchesterklang, der sich in der Akustik von St. Georg ideal entfalten kann.

Dieses Klangereignis findet innerhalb der Bensheimer Musiktage in der kath. Stadtkirche St. Georg statt. Am Sonntag, 9. Oktober um 18.30 Uhr präsentieren der Kammerchor St. Georg und das Heidelberger Kantatenorchester gemeinsam dieses Werk, außerdem die Messe in f-Moll von Anton Bruckner.

Auch die Messe von Anton Bruckner gehört zu den in Bensheim selten gespielten Werken, zeichnet sich aber, typisch Bruckner, durch perfekte Proportionen aus, außerdem durch monumentale Wirkungen neben anrührend sensiblen Stellen. Nicht zuletzt die Vertonung des „Et incarnatus est“ im Credo ist von einzigartiger Verklärung und Schönheit.
Mit Simone Schunk, Regina Grönegreß, Ralf Petrausch und Georg Peter konnten wieder namhafte Solisten verpflichtet werden, die zum Teil dem Bensheimer Publikum bereits in guter Erinnerung sind. Regionalkantor Gregor Knop leitet die Aufführung.
Eintrittskarten zum Preis von 20€ sind im Vorverkauf bei der Musikbox im Kaufhaus Ganz, der Bücherstube Deichmann und der Bücherkiste Auerbach erhältlich.