Pfarrei

Trauerpastoral: Chance für die Zukunft

In den katholischen Kirchengemeinden des Pfarreienverbundes Bensheim werden ab Mitte November die Gemeindereferentinnen Barbara Oberst und Sabine Eberle die Begleitung trauernder Angehöriger übernehmen. In den Gottesdiensten am 13. November wurden ihnen die Beauftragungsurkunden der Bistumsleitung offiziell überreicht.

Trauerpastoral

Bereits seit 14 Jahren sind außer Priestern und Diakonen auch andere pastorale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Beerdigungsdienst des Bistums Mainz im Einsatz. Die neue Aufgabe ist für die beiden Gemeindereferentinnen eine Bereicherung ihrer Arbeit und eine Chance für die Trauerpastoral. „Damit heben wir einen Schatz an Begabungen und Fähigkeiten, der in unserem Team der Hauptamtlichen liegt, und wir alle, die im Beerdigungsdienst tätig sind, haben dadurch mehr Zeit einen würdigen Abschied zu gestalten und Trauernde zu begleiten,“ so Pfarrer Poggel, Leiter des Pfarreienverbundes.

Der Beerdigungsdienst gehört zu den Werken der Barmherzigkeit und ist kein sakramentaler Dienst, so dass theoretisch jeder Getaufte diesen Dienst am Nächsten verrichten könnte. Die Richtlinien des Bistums machen dies deutlich, wenn dort die Gemeinde als Ganze dazu aufgerufen ist, Trauernde zu trösten, Verstorbene zu begraben, Zeichen der Hoffnung und der Verbundenheit über den Tod hinaus zu setzen.

Nach Prüfung des Antrags hat die Bistumsleitung Barbara Oberst und Sabine Eberle mit dem Begräbnisdienst im Pfarreienverbund Bensheim beauftragt. Beide haben sich für diesen wichtigen, aber auch anspruchsvollen Dienst fortgebildet und qualifiziert. Für manche mag es erst einmal ungewohnt erscheinen, dass kein Priester oder Diakon, sondern eine Gemeindereferentin, eine Frau, diesen Dienst versieht. „Für uns geht es vor allem darum, dass wir als Kirche präsent sind, nicht wer die Kirche vertritt,“ sagt Pfarrer Thomas Catta.