Gemeindeleben

Inspirierende Gottesdienste an den heiligen Tagen

Die Karwoche, liturgisch auch „Heilige Woche“ genannt, bildet traditionell den Höhepunkt des Kirchenjahres. So kann man auch in Sankt Georg in den Tagen von Palmsonntag bis zur Osternacht von einer Woche voller Höhepunkte berichten.

Am Palmsonntag wurden die Palmzweige der in großer Zahl erschienen Gläubigen auf dem Marktplatz in feierlichem Rahmen geweiht und vor allem die vielen Kinder hatten ihre Freude an der anschließenden Prozession über die obere Fußgängerzone zurück zur Kirche. Der Streichel-Esel, der die ganze Zeit von den Kleinsten gekrault und umarmt wurde, trug sicher dazu bei, dass dieses Erlebnis bei den Kindern in bester Erinnerung bleibt.

Beim Fußwaschungsgottesdienst am Gründonnerstag erklangen zum letzten Mal die Glocken um dann bis zur Osternacht zu verstummen. Im Anschluss an den Gottesdienst versammelte sich eine stattliche Schar von Schorschlern und Gästen zum Agape Mahl im Pfarrzentrum, das in diesem Jahr ein 3-Gänge-Menü war und mit einer Meditation endete.

Zur klassischen Karfreitagsliturgie um 15 Uhr mit der Leidensgeschichte aus den Evangelien und der Kreuzverehrung hatten die Gemeindemitglieder eigene Blumen mitgebracht, die sie zu Füßen des Gekreuzigten ablegten.

Komplettiert wurde der Karfreitag durch einen modernen Wort-Gottesdienst am Abend um 21 Uhr unter der Überschrift „dem Tod ins Gesicht sehen“. Hier wurde vom Kreativ-Kreis eine ergreifende Andacht konzipiert, in deren Mittelpunkt Fotos von Verstorbenen aus verschiedenen Hospizen, sowie berührende Texte und anspruchsvolle Beiträge unserer Kirchenmusik standen. „Entspricht es nicht viel mehr der Würde eines Menschen, der soeben gestorben ist, ihn anzusehen, anstatt den Blick abzuwenden von seinem letzten Gesicht?“ fragte sich das Vorbereitungsteam und erreichte damit eine überraschend große Zahl von Zuhörern in der gut gefüllten Kirche, von denen sicher viele nicht unbedingt zu einem konventionellen Gottesdienst gekommen wären.

Der Höhepunkt der „Heiligen Woche“ war selbstverständlich der Auferstehungsgottesdienst in der Osternacht, bei dem wieder das Osterfeuer vom Marktplatz aus auf eine große Leinwand in die Kirche übertragen wurde. Auch die Segnung des Tauf-Wassers wurde projiziert. Seinen Abschluss fand die Feier der Osternacht beim Halleluja-Wein im Pfarrzentrum, wo sich alle nicht nur ausgiebig „Frohe Ostern“ wünschen konnten sondern auch rege geplaudert wurde, zumal etliche Gemeindemitglieder Fingerfoodspezialitäten mitgebracht hatten.

Die Bilder geben einen kleinen Einblick in die bunte Vielfalt der österlichen Gottesdienste und Veranstaltungen.