Gemeindeleben

Glaube, Hitze und Geschichte(n)

Erlebnisreiche Bildungs- und Pilgerreise für Jugendliche nach Israel und Palästina

Die Erwartungen waren hoch, doch sie wurden noch übertroffen. Nach 4 inhaltsreichen Vortreffen machte sich die Gruppe von 24 Schorschlern, geführt von Pfr. Thomas Catta, Doris Kellermann und Moritz Gerlach, auf den Weg ins Heilige Land.  Ermöglicht wurde die Reise durch eine großherzige  finanzielle Unterstützung durch Dr. Jochen Henke.

Für alle 21 Teilnehmer war es das erste Mal und so war die Spannung groß, was die Gruppe wohl erleben und erfahren würde. Am Flughafen wurden die Bensheimer von Yossi einem jüdischen deutschsprachigen Führer erwartet, der die nächsten Tage souverän und sympathisch durch Jerusalem und Bethlehem, durch Wüsten und Städte, durch Museen und Ausgrabungen führte. Schnell entwickelte die durchaus heterogene Truppe ein tolles Zusammengehörigkeitsgefühl. Die jungen Menschen waren fasziniert von den heiligen Stätten aber auch dem quirligen Leben Jerusalems, sie lernten in Bethlehem die Geburtskirche aber auch im Caritas Baby Hospital das schwere Leben vieler kranker Kinder und ihrer Familien kennen. Große Freude machten sie den Mitarbeitern des international unterstützten Krankenhauses mit der Übergabe einer Spende aus dem Erlös des Verkaufs von Friedenstauben beim Eröffnungsgottesdienst unserer Taubeninstallation in Sankt Georg. So waren Monika Hess und die Albertus-Kindergartenkinder wenigstens virtuell anwesend als  mit der Spende auch ein wunderschön gestaltetes Plakat mit Bildern und Segenswünschen aus Bensheim überreicht wurde.

Große Betroffenheit in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem wechselte ab mit großer Lebensfreude beim Feiern auf der Dachterrasse des Hostels. 

Von der extremen Hitze geplagt bei der Besichtigung der Festung von Massada konnte man sich im Toten Meer zwar nicht wirklich abkühlen, aber dennoch großen Spaß beim Baden im „black mud“ haben.

Die Tage waren derart  inhaltsreich, dass es schwerfällt, aufzulisten, was die Bensheimer Jugendlichen zu sehen bekamen. Bei der Reise durch die Welt Jesu am See Genezareth ging es nicht nur entlang interessanter  Ausgrabungen und durch Kirchen an ehrwürdiger Stelle, sondern auch  mit einem Holzschiff über den See. Pfr. Catta trug Evangelientexte vor, die mit dem See Genzareth in Verbindung stehen.

Vom See Genezareth aus führte die Route weiter durch Nazareth nach Akko in die Zeit der Kreuzfahrer und von dort aus über Haifa zu den Ausgrabungen in Cäsarea am Meer und  schließlich nach Tel Aviv. Am letzten Tag konnten die teilweise  recht erschöpften Jugendlichen dann Shoppen, Baden und das moderne Israel als Kontrastprogramm zu den religiösen und geschichtsträchtigen Orten der vergangenen Woche erleben.

Nach einer Woche ging es dann zurück nach Hause und für einige Begeisterte gilt vielleicht das alte jüdische Sprichwort „… nächstes Jahr in Jerusalem!“

Text: Thomas Catta
Bilder: Doris Kellermann