Große Trauermusiken der Barockzeit

Datum/Zeit: 10. November 2019 / 17:00

Veranstaltungsort: Sankt Georg, Marktplatz 10, 64625 Bensheim

Vorverkauf hat begonnen: Konzert innerhalb der Bensheimer Musiktage am 10.11. um 17 Uhr in St. Georg Bensheim

Der Monat November ist mit den Feiertagen Totensonntag und Volkstrauertag traditionell der Monat des Totengedenkens. In der Barockzeit war mit dem Gedenken immer auch die eigene Vorbereitung auf den Tod verbunden, die die Menschen ein ganzes Leben begleitet hat.

Aus diesem Grund ist in dieser Zeit bedeutende, tiefgründige und anrührende Musik entstanden, von denen drei Höhepunkte am 10.11. um 17 Uhr in der Kath. Stadtkirche St. Georg in Bensheim erklingen.

Heinrich Schütz ist mit seinen „Musikalischen Exequien“ der erste, der eine Auswahl biblischer Texte zum Thema Tod und Sterben in ergreifende Musik setzt. Mit sieben Solisten und bis zu siebenstimmigem Chor hüllt er dieses eigentlich düstere Thema in ein prachtvolles musikalisches Gewand.

Noch nie in Bensheim erklungen ist Heinrich Bibers 15stimmiges Requiem, das er für den Salzburger Dom geschrieben hat. Es ist einzigartig in seiner Klangpracht mit Trompeten, Posaunen, Blockflöten, Streichern, sechs Solisten und großem Chor. Die Gattung „Prachtrequiem“ existiert eigentlich nicht, das macht Bibers Werk so besonders.

Über jeden Zweifel erhaben ist Johann Sebastian Bachs „Actus tragicus“, eine frühe Kantate, die aber an kompositorischer Komplexität und tief ergreifender Musikalität seinem Spätwerk um nichts nachsteht. In der seltenen Besetzung mit Blockflöten, Gamben, Solisten und Chor setzt auch er ein klangliches Ausrufungszeichen, das in seiner Intimität und besonderen Färbung die Aufführung lohnt!

Kammerchor St. Georg und das Junge Vokalensemble werden begleitet von der Churpfälzischen Hofcapelle und sieben Gesangssolisten. Die Leitung hat Gregor Knop

Der Vorverkauf hat gerade begonnen, Karten sind an den bekannten Vorverkaufstellen erhältlich.

Text: Gregor Knop
Bild: Stefan Martin