Crescenzkirche (Friedhofskirche)

St. Crescenz war die dritte Kirche in der Stadt nach der Michaelskirche, an der Stelle der heutigen Kirche St. Georg, und der Hospitalkirche. Bensheim war seit 1461 vom Mainzer Erzbischof an die Kurpfalz verpfändet und so zu einer calvinistische Gemeinde geworden. Im Jahr 1618 wurde unter dem reformierten Pfarrer Josue von Zevel mit dem Bau der neuen Kirche begonnen.

FriedhofskircheNach Ende des 30 jährigen Krieges wurde Bensheim wieder kurmainzisch und katholisch. Auch die Friedhofskirche wurde im Jahre 1676 vom Mainzer Weihbischof Adolph Gottfried Volusius zu Ehren des ersten Mainzer Bischofs und heiligen Märtyrers Crescenz geweiht.

Der Kirchenbau wurde als Langhaus im spätgotischen Stil erbaut. Als funktionale Totenkapelle geplant, ist sie nicht nach Osten ausgerichtet. Die Westwand öffnet sich mit dem Portal und vier hohen, schmalen Fenstern zum Friedhof, während die Ost- und Nordwand fensterlos ist. Der Kirchenraum ist rechteckig und wird von einer abgeflachten Holztonne überdeckt, die mit Blumenornamenten bemalt ist. Auf dem Satteldach sitzt ein Dachreiter, der früher als Glockenturm diente. Der gotische Turm mit Spitzhelm wurde erst 1884 angebaut und enthält im Innern den 1877 fertiggestellten Chor.